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Was passiert, wenn meine Nieren versagen?

Diese Frage stellen sich viele Betroffene im Verlauf einer Chronischen Nierenerkrankung.

Auch akute Erkrankungen können zu einem Nierenversagen führen. Verschiedene medizinische Verfahren sind in der Lage, die Funktion der Nieren dann weitgehend zu übernehmen oder die erkrankten Nieren zu ersetzen. Man spricht bei diesen Alternativen von Nierenersatzverfahren.

Diagnose: Nierenversagen

Zu der Diagnose kommt es auf unterschiedliche Weise: Ein akutes Nierenversagen kann beispielsweise durch einen Unfall oder eine Blutvergiftung (Sepsis) ausgelöst werden. Anders die Chronische Nierenerkrankung, die schleichend – meist über einen Zeitraum von vielen Jahren – zum Funktionsverlust der Nieren führt. Kann der Verlust der Nierenfunktion nicht rückgängig gemacht werden, wird eine dauerhafte Nierenersatztherapie notwendig.

Welche Folgen hat ein chronisches Nierenversagen?

Die Nieren sind an der Regulation des Wasser- und Mineralhaushalts des Körpers beteiligt. Zudem filtern sie schädliche Substanzen aus dem Blut, die dann mit dem Urin ausgeschieden werden. Wenn die Nieren nicht mehr funktionieren, sammeln sich giftige Stoffe im Blut an. Gleichzeitig wird die Flüssigkeit unvollständig ausgeschieden, was zu Überwässerung und Bluthochdruck führt. Am Anfang wird dies von dem nierenkranken Patienten oft gar nicht bemerkt. Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) gibt Aufschluss über die verbleibende Nierenfunktion.

Wenn die Leistung der Nieren auf unter 15 ml/min sinkt, treten zunehmend Beschwerden einer Nierenvergiftung (Urämie) auf, wie:

  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Leistungsabnahme
  • Atemnot
  • schlecht einstellbarer Bluthochdruck
  • Empfindungsstörungen
  • Schleimhautentzündung
  • Herzrhythmusstörungen oder sogar Herzbeutelentzündung

Um diese Beschwerden einzudämmen und den Körper vor einer Vergiftung zu bewahren, müssen die überschüssigen Stoffwechselprodukte und das Wasser mit einem Nierenersatzverfahren entfernt werden

Welche Nierenersatzverfahren gibt es?

Den Vergiftungszustand im Endstadium einer Nierenerkrankung nennt man Urämie. Die Nierenersatztherapie versucht, die Symptome der Urämie zu beseitigen, den Patienten am Leben zu erhalten und ihm ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen. Möglich ist dies durch ein Blutreinigungsverfahren (Dialyse) oder die Transplantation einer Spenderniere. Die drei wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten sind:

  • Peritonealdialyse: Das Blutreinigungsverfahren, auch Bauchfelldialyse genannt, reinigt das Blut, indem das eigene Bauchfell (Peritoneum) als natürliche Filtermembran benutzt wird
  • Hämodialyse: Bei diesem Blutreinigungsverfahren filtert ein Gerät, die sogenannte künstliche Niere, das Blut außerhalb des Körpers.
  • Nierenspende: Die Transplantation ist eine Operation, bei der Erkrankte die gesunde Niere eines Spenders erhalten.

Was ist eine Dialyse?

Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren. Überschüssiges Wasser und Giftstoffe – die sogenannten harnpflichtigen
Substanzen – werden dem Blut entzogen und so aus dem Körper abgeleitet. Deshalb spricht man auch von einer Blutwäsche. Mit der Hämodialyse und der Peritonealdialyse unterscheidet man zwei Dialyse-Techniken. Mit der Dialyse wird auch die jahrelange Wartezeit überbrückt, bis ein passendes Organ für eine Nierentransplantation zur Verfügung steht. In Deutschland werden aktuell etwa 80.000 Menschen langfristig mit der Dialyse behandelt

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  • Welche Dialyseverfahren gibt es?
  • Wie verlaufen die Nierenersatzverfahren im Detail?
  • Was sind die Vorteile der
    • Hämodialyse
    • Peritonealdialyse
    • Nierentransplantation?

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