Prävention verbindet passives Wissen und aktives Handeln für die bestmögliche Nierengesundheit.

Neben einem soliden Wissen über Ihre Nieren können Sie selbst für Ihre Nierengesundheit aktiv werden. Hier haben wir Ihnen einige nützliche Tipps zusammengestellt.

Wenn Sie nierenkrank sind und einige der Ratschläge umsetzen möchten, sprechen Sie bitte zuvor mit Ihrem Arzt darüber!

Ernährung – Bewegung – Entspannung

Der Magische Dreiklang der Nierengesundheit

Vielseitige, gesunde Kost, regelmäßige körperliche Aktivität und nicht zu viel Stress – mit einer ausgewogenen Lebensführung tun Sie Ihren Nieren den größten Gefallen.

Ernährung

Allgemeine Tipps

Was wir essen, beeinflusst die Niere: Mit jeder Mahlzeit führen wir dem Körper unterschiedlichste Stoffe zu und eine Ihre Funktionen ist die Regelung unseres Mineralhaushalts. Darauf sollten Sie bei einer nierengerechten Ernährung achten.

Phosphat – Einkaufstipps

Phosphate kommen ganz natürlich in Lebensmitteln vor. Außerdem werden sie aber auch als Zusatz- oder Hilfsstoffe eingesetzt („E“-Stoffe). So sind sie oft nur schwer zu entdecken. Unseren Phosphat-Barometer können Sie zur Orientierung bei Ihren Lebensmitteleinkäufen nutzen.

Bewegung

1. Im Alltag

Wer keine tägliche Joggingrunden einbauen kann oder will, kann sich zumindest im Alltag mehr bewegen. Schon kleine Aktivitäten wirken positiv auf den Kreislauf und stärken das Immunsystem:

2. Morgengymnastik (im Bett)

Bleiben Sie fünf Minuten länger im Bett. Aber dösen Sie nicht weiter, sondern strecken Sie die Beine in die Luft und fahren Sie auf dem Rücken liegend eine  Runde Fahrrad.

3. Die Treppe nehmen

Im Büro lockt der Fahrstuhl, im Kaufhaus die Rolltreppe. Widerstehen Sie der Versuchung und nehmen Sie stattdessen die Treppe.

4. Fußwege verlängern

Parken Sie Ihr Auto extra ein paar Straßen vom Arbeitsplatz entfernt oder steigen Sie eine Haltestelle früher aus der Bahn. Nach Feierabend hilft der kleine Spaziergang auch dabei, Stress abzubauen.

5. Freizeit aktiver gestalten

Sie treffen sich regelmäßig mit Freunden im Café oder in der Kneipe? Verlegen Sie die Plauderstunde ins Freie und laufen Sie gemeinsam durch Wald und Wiesen.

6. Bei Anruf aufstehen

Ob Zuhause oder im Büro, wer öfter längere Telefonate führt, kann dabei problemlos durch das Zimmer laufen und seinem Bewegungskonto einige Schritte gutschreiben.

Entspannung

Nieren-Yoga

Yoga-Übungen verbinden Atmung und Bewegung. Manche Drehbewegungen bewirken eine sanfte Massage der inneren Organe. Im gesunden Körper regt das die Durchblutung an und kann die Organfunktion verbessern.

Beispiel: Der Drehsitz

  • Sitzend wird das linke Bein nach vorne ausgestreckt
  • und der rechte Fuß an der Außenseite des liegenden linken Knies aufgestellt.
  • Die rechte Hand wird hinter dem Oberkörper aufgestützt.
  • Beim Einatmen den linken Arm anheben,
  • ausatmend den Oberkörper nach rechts drehen und den linken Arm um das rechte Bein legen. Der Blick geht über die rechte Schulter.
  • Einatmend die Wirbelsäule weiter strecken,
  • ausatmend noch stärker in die Drehung gehen.
  • Stellung für mehrere Atemzüge halten,
  • dann die Seite wechseln.

Sonstige Tipps

Gewohnheiten ändern

Prävention ist die gesunde Mischung aus Wissen und seiner praktischen Umsetzung. Gerade an letzterem scheitert es häufig – der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier.

Im Gespräch mit Gesundheitspsychologin Nina Knoll, Professorin an der Freien Universität Berlin, sind wir der Frage nachgegangen: Was hindert uns eigentlich daran, präventiv zu handeln? (Und wie können wir uns selbst überlisten?)

Ein Tipp der Psychologin: Die Selbstwirksamkeit stärken. Das heißt, Mittel und Wege finden, um sich vor Augen zu führen, wie gut es einem selbst gelingt, eine bestimmte Aufgabe zu meistern.

Das vollständige Interview finden Sie im Nierenstark-Magazin 1/2017.

Ihre Ansprechpartnerin

Carina Russo

Tel.: 0 61 51 / 78 0 74-0
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