Phosphat ist ein Baustein des Lebens – unsere DNA besteht beispielsweise aus Phosphat- Verbindungen. Aber: Zu viel Phosphat ist schädlich und erhöht sogar das Sterberisiko.
Der Grund dafür liegt in einer Aufgabe der Niere. Denn sie spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel und regelt unter anderem den Elektrolythaushalt. Vereinfacht ausgedrückt verwendet die gesunde Niere das Phosphat, indem sie es in die Zellen und Knochen einbaut. Das ist ein sehr wichtiger Prozess in unserem Körper, der für gesunde Gefäße und ein stabiles Skelett sorgt. Die Aufnahme von zu viel Phosphat bewirkt das Gegenteil. Bei einer bereits geschädigten Niere wird der Mineralstoff nicht mehr richtig in die Knochen eingebaut. Stattdessen lagert er sich in den Gefäßwänden und Weichteilen ab (Mediasklerose).
Der Effekt ist ein ähnlicher wie bei den viel bekannteren Fettablagerungen: Der Blutfluss wird gestört und das Herz muss stärker pumpen, um den Körper mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Auf Dauer kann der Herzmuskel so ermüden – Herzstillstand droht!
Um aktiv werden zu können, müssen Sie vor allem wissen, wie es um Ihre Nierengesundheit steht. Denn gesunde Nieren können mit Phosphaten besser umgehen als beeinträchtigte. Lassen Sie sich deshalb regelmäßig untersuchen – zum Beispiel im Rahmen des Check-up 35 bei Ihrem Hausarzt.

Ist zu viel Phosphat im Dönerfleisch? Diese Frage wurde 2017 debattiert, ein Verbot stand im Raum. Drehspieße, wie sie als Fleischgrundlage für Döner Kebap dienen, enthalten schon immer Phosphate. Problematisch sind solche Drehspieße, die industriell hergestellt, roh schockgefrostet und dann im Imbiss gegrillt werden: Bei diesen Spießen gibt es eine rechtliche Lücke bezüglich der Zusatzstoffe.
Phosphate aus vegetarischer Nahrung werden in geringerem Maße vom Körper aufgenommen (resorbiert) als solche aus tierischen oder vielen industriellen Produkten.