Die Bildung von Nierensteinen

Nierensteine bilden sich aus nicht löslichen Bestandteilen des Urins. In unserem Urin sind normalerweise viele Stoffe gelöst. Wenn diese nicht mehr löslich sind, entstehen zunächst kleine Kristalle. Diese bleiben aneinanderkleben und bilden so einen Nierenstein.

Normalerweise enthält der Urin Substanzen, die eine derartige Kristallbildung verhindern. Nierensteine entstehen also, wenn sich entweder zu viele Steinbaustoffe (wie Calcium und Oxalat) oder zu wenig kristallhemmende Substanzen im Urin befinden.  Viele kleine Nierensteine werden auch als Nierengrieß bezeichnet. Sobald ein Nierenstein den Harnleiter hinab wandert, bezeichnet man ihn als Harnleiterstein.

Was führt zu Nierensteinen?

Nierensteine können entstehen wenn:

  • sich zu wenig kristallhemmende Substanzen im Urin befinden
  • sehr wenig, sehr konzentrierter Urin gebildet wird, z. B. bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr
  • immer wieder Blasen- und Nierenbeckenentzündungen auftreten
  • bestimmte Medikamente missbraucht werden
  • eine Abflussbehinderung in den Harnwegen auftritt
  • die körperliche Aktivität über mehrere Wochen oder noch länger eingeschränkt ist
  • genetische Erkrankungen oder Stoffwechselkrankheiten vorliegen

Bei einer Person können auch mehrere dieser Ursachen gleichzeitig auftreten

Welche Symptome verursachen Nierensteine?

Bei vielen Patienten führen Nierensteine zunächst nicht zu Beschwerden. Meist werden die Steine zufällig bei Röntgen oder Ultraschall-Untersuchungen entdeckt. Erst wenn die Steine sich lösen kann eine Nierenkolik auftreten. Man erkennt Sie an den folgenden Symptomen:

  • Plötzlicher Beginn, der Schmerz steigt innerhalb von 30 Minuten stark an
  • Der Patient kann nicht still liegen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen entlang der Flanke bis in die Leistengegend
  • Schmerzhaftes Wasserlassen und Harndrang, wenn der Stein die Verbindung zwischen Harnleiter und Blase erreicht
  • Mit dem Eintritt des Steins in die Blase verschwindet die Nierenkolik spontan
  • Fieber, Schüttelfrost und Schwäche; meistens liegt dann eine Infektion vor
  • Blutiger Urin oder durch Steine verstopfte Harnwege

Viele dieser Symptome kommen auch bei anderen Erkrankungen der Nieren und Harnwege vor. Deshalb ist zur Diagnose immer eine komplette medizinische Untersuchung notwendig. Die Koliken können erfolgreich mit muskellähmenden Medikamenten bekämpft werden. Der Schmerz im Harnleiter wird dadurch gelindert und es kann zum spontanen Abgang der Steine kommen

Wie werden Nierensteine behandelt?

Die meisten Steine können mit Hilfe einer größeren Trinkmenge, Ernährungsanpassungen und Medikamenten behandelt werden. Etwa 90 % der Steine werden dann innerhalb von 3 bis 6 Wochen spontan abgehen. Es ist wichtig, abgegangene Steine für weitere Untersuchungen aufzubewahren. Bestimmte Steintypen, z. B. Harnsäure- und Cystinsteine, können mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst werden. Steine müssen immer entfernt werden, wenn sie Infektionen, Harnstau oder Nierenschäden verursachen.

Wenn die Nierensteine nicht auf dem natürlichen Weg abgehen, muss man sie im Krankenhaus entfernen. Es gibt unterschiedliche Methoden, zu denen Ihr Arzt Sie nach einer sorgfältigen Untersuchung beraten wird. Manche Steine können mit teleskopartigen Instrumenten über die Harnwege entfernt oder verkleinert werden. Nach Spaltung der Steine gehen diese meistens innerhalb von einigen Wochen spontan ab. Eine andere Behandlung nutzt Stoßwellen um die Nierensteine zu zertrümmern. Die Methode wurde ursprünglich in München entwickelt und inzwischen bei mehreren Millionen Patienten weltweit eingesetzt. Die Stoßwellen sind ungefährlich für den Körper. Sie gehen problemlos durch Körpergewebe und Wasser und greifen nur harte Gegenstände wie einen Nierenstein an. Bei den neueren Methoden der Stoßwellentherapie kann sogar auf eine Narkose verzichtet werden. Die klassische operative Behandlung eines Nierensteins ist nur noch in weniger als 5 % der Fälle erforderlich. Nur in absoluten Ausnahmefällen ist die Nierenfunktion bereits so ernsthaft eingeschränkt und die Infektion so ausgeprägt, dass eine ganze Niere entfernt werden muss.

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