Warum schädigt Diabetes die Nieren eigentlich?
Ist der Blutzuckerspiegel auf Dauer erhöht, schadet dies den Blutgefäßen. Sie verengen sich, was auch zur Folge hat, dass das Nierengewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird - Zellen sterben ab. Auch in den Nieren gibt es Millionen feinster Blutgefäße. Wenn sie sich verengen, stirbt Nierengewebe ab. Je weniger gesundes Nierengewebe vorhanden ist, umso schlechter können die Nieren ihre Aufgaben erfüllen.
Den Nieren zuliebe - was sollten Diabetiker beherzigen?
Diabetiker müssen aufpassen, denn sie sind besonders gefährdet, ein chronisches Nierenversagen zu entwickeln. Die Häufigkeit einer Nierenschädigung steht im Zusammenhang mit Dauer und Einstellung des Diabetes: Je länger der Diabetes besteht und je schlechter der Blutzucker eingestellt ist, umso höher wird das Risiko einer Nierenbeteiligung. Wie können Diabetiker dem vorbeugen?
- Machen Sie jährlich den „Nieren-Check“. Bei einer rechtzeitigen Erkennung und Behandlung der Nierenerkrankung lässt sich das Fortschreiten des Nierenfunktionsverlusts aufhalten.
- Die richtige Blutzuckereinstellung und die strikte Kontrolle des Blutdrucks sind das A und O bei der Behandlung und Vorbeugung einer durch Diabetes bedingten Nierenerkrankung. Halten Sie sich daher strikt an die Therapieempfehlung Ihres Arztes.
Wie fit sind Ihre Nieren?
Ihr Hausarzt kann mit einfachen Tests untersuchen, wie gut Ihre Nieren funktionieren. Dazu gehört
in erster Linie ein Urintest auf Eiweißausscheidung. Bei einer gesunden Niere ist das Filtergewebe so dicht, dass höchstens 20 mg Eiweiß pro Tag im Urin ausgeschieden werden. Ist mehr Eiweiß im Urin, deutet das auf einen Nierenfunktionsschaden hin. Der Test sollte im Rahmen der zweijährlichen
„Check-up-35“-Untersuchung erfolgen, er wird von den Krankenkassen getragen. Er ist unkompliziert, ohne Risiko und tut nicht weh!
Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck, die besonders häufig von einem chronischen Nierenversagen betroffen sind, sollten jährlich ihre Nierenfunktion testen lassen. Zudem müssen Blutdruck und Blutzucker normalisiert werden, sonst droht eventuell das „Schicksal Dialyse“.
Wenn der Hausarzt Anzeichen einer Nierenerkrankung feststellt oder sich der Blutdruck als schlecht einstellbar erweist, sollte eine Überweisung zu einem Experten für Nieren- und Hochdruckerkrankungen (Nephrologen) erfolgen. Das ist wichtig, denn der Facharzt kann ggf. das Fortschreiten des Nierenfunktionsverlusts aufhalten.
Der Weltnierentag ist eine Aktion der international Society of Nephrologie (ISN) und der International Federation of Kidney Foundations (IFKF).
Die Informationskampagne in Deutschland wird von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) und der Deutschen Nierenstiftung durchgeführt.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.dgfn.eu
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